um 1100 Errichtung des Querriegels (Turm) der Stiftskirche in Walbeck (Sachsen-Anhalt)

um 1100 Albrecht der Bär wird geboren

1106 Otto von Ballenstedt der Reiche (Vater von Albrecht dem Bären) wird in einer Urkunde erwähnt

1112 Ersterwähnung des Dorfes Diesdorf (Sachsen-Anhalt)

1112 Ersterwähnung von Salzwedel im Zusammenhang mit Schilderungen der Belagerung der Burg durch Kaiser Heinrich V.

1113 Papst Paschalis II. bestätigt die Gemeinschaft der Johanniter und erteilt ein Schutzprivileg

1120 Albrecht der Bär wird erstmals erwähnt

1121 Ersterwähnung von Gardelegen (Sachsen-Anhalt)

1123 Albrecht der Bär wird Graf von Ballenstedt und der Lausitz

1123/1124 Generalkapitelbeschluss der Zisterzienser, in dem Skulpturen und Bilder in Kirchen und Klosterräumen mit Ausnahme bemalter Kreuze verboten sind

1123 - 1125 Der Heveller-Fürst Pribislaw-Heinrich überlässt dem Sohn von Heinrich den Bären, Otto, die Zauche als Patengeschenk und bestimmt Heinrich den Bären als Erben des Brandenburgischen Fürstentums

1124 - 1125 und 1128 Missionsreise von Otto von Bamberg nach Pommern, er missionierte zahlreiche Slawen und wurde dadurch als "Apostel der Pommern" bekannt, 1189 wurde er heilig gesprochen

23. Mai 1125 Heinrich V. stirbt mit 38 Jahren, er hinterlässt keinen Erben, damit endet die Herrschaft der Salier

1126 Norbert von Xanten wird auf dem Hoftag in Speyer zum Erzbischof in Magdeburg bestimmt

1128 Heinrich II., Markgraf der Nordmark, auch bekannt als Heinrich IV., Graf von Stade, stirbt ohne Nachkommen (Heinrich war mit der Schwester von Albrecht den Bären, Adelheit, verheiratet)

1128 Bischof Otto von Bamberg gelangt auf einer Missionsreise nach Havelberg und trifft das Volk beim heidnischen Gerovitfest an

11. Juni 1129 Anselm wird durch Norbert von Xanten zum Bischof von Havelberg geweiht

1129 Das Kloster Unserer Lieben Frauen in Magdeburg wird für alle Zeiten dem Magdeburger Erzbischof unterstellt

1129 Weihe der Stiftskirche St. Servatius zu Quedlinburg

1130 Konrad von Plötzkau wird mit der Nordmark belehnt, die Nordmark (Gebiete östlich der Elbe) war zu diesem Zeitpunkt von den Slawen beherrscht, so dass der Titel lediglich ein Anspruch war, ohne tatsächliche Macht ausüben zu können

1131 Neubau von St. Johannis in Magdeburg als dreischiffige Basilika

1131 Albrecht dem Bären wird wegen seiner kriegerischen Expansionspolitik der Titel des Markgrafen der Lausitz entzogen

1132 Kaiser Lothar II. führte in Werben Friedensverhandlungen mit den Slawen, es gibt große Gefechte im Gebiet um Werben

1132 - 1133 Albrecht der Bär begleitet Kaiser Lothar zur Kaiserkrönung nach Rom

1134 Kaiser Lothar III. belehnt Albrecht den Bär mit der Nordmark incl. der Altmark  (als Dank für seine Verdienste beim Italienfeldzug von Kaiser Lothar, als Nachfolger von Kronrad von Plötzkau, welcher beim Italienfeldzug ums Leben kam)

06. Juni 1134 Norbert von Xanten stirbt in Magdeburg und wurde im Kloster Unserer Lieben Frauen beigesetzt

1135 Die Johanniter werden direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt

1136 Bei einem Aufstand gegen die Herrschaft von Albrecht den Bären wird in Havelberg eine Kirche zerstört

1136 Hildegard von Bingen wird nach dem Tod von Jutta von Sponheim Leiterin des Frauenkonvents im Kloster am Disibodenberg

07. März 1138 Konrad III. wird deutscher König (Erster in der Stammlinie der Staufer), Albrecht der Bär hat verhindert, dass die Witwe des vorherigen Königs Lothar III. (Sachse) ihren Schwiegersohn, Heinrich den Stolzen (Welfe) zum Nachfolger macht, als Dank wird Albrecht mit Sachsen belehnt und wird Herzog von Sachsen (heutiges Niedersachsen), Es begründet sich eine Feindschaft zwischen Albrecht dem Bär (Askanier) und Heinrich den Stolzen (Welfe)

1138 - 1139 Albrecht der Bär erhält vom Brandenburger Bischof die Vogteien von Leitzkau und dem Kloster Jerichow

1139 Albrecht der Bär unterliegt Heinrich dem Stolzen und verliert seine Macht über Sachsen, bleibt jedoch noch bis 1142 formal Herzog von Sachsen

1140 Albrecht der Bär erhält die Grafschaft Weimar-Orlamünde nach dem Tod seines Vetters Wilhelm

Mai 1142 Der Sohn von Heinrich dem Stolzen, Heinrich der Löwe, wird Herzog von Sachsen. Damit verliert Albrecht der Bär das Herzogtum.

1144 Stiftung eines Chorherrenstifts in Jerichow (Sachsen-Anhalt) an einer Pfarrkirche durch Graf Hartwig von Stade und seiner Mutter Richardis

1144 Nachweis einer Ritterbruderschaft bei den Johannitern als Schutz für die Pilger

1147 Wendenkreuzzug mit dem Ergebnis der Eroberung der ostelbischen Gebiete bis Trave und Oder

1148 Das Kloster Jerichow (Sachsen-Anhalt) wird nach außerhalb des Ortes verlegt

1149 Anselm siedelt einen Prämonstratenser-Chorherrenkonvent in Havelberg an, die Chorherren kamen aus dem Mutterkloster Unserer Lieben Frauen in Magdeburg und aus dem Kloster Jerichow, der Dombau beginnt

1149/50 Bei den Zisterziensern werden farbige Glasfenster verboten

1150 Östlich der Oder wird die Neumark gegründet (ging bis zum Fluss Drage und Schievelbein im Norden)

1150 Heinrich-Pribislaw stirbt kinderlos und hat Albrecht den Bären als seinen Erben eingesetzt, Albrecht übernimmt das Land der Heveller (Havel), Brandenburg wird zur zentralen Burg der Nordmark, Albrecht nennt sich nicht mehr Graf von der Nordmark sondern Markgraf von Brandenburg, sein Herrschaftsbereich ging bis zur Havel/Nuthe (östlich von Havel/Nuthe siedelten die Sprewanen mit ihrer Hauptburg in Köpenick)

1150 Beginn der 1. Bauphase an der Stiftskirche in Beuster (Sachsen-Anhalt)

1150 Hildegard von Bingen siedelt mit 20 Nonnen auf den Rupertsberg über

03. Dezember 1150 Konrad III., deutscher König bestätigte die Gründung des Bistums Havelberg, Anselm (um 1099 bis 1158) wurde als Bischof bestätigt

1150 - 1300 Aufgrund der vielen kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Slawen kam es zur Entvölkerung der Altmark, im 12. Jhd. fielen viele slawische Ansiedlungen wüst, Albrecht warb daher in Utrecht und in der unteren Rheingegend flandrische und holländische Familien an, schätzungsweise kamen ca. 600.000 Siedler in die Altmark, Prignitz und ins Jerichower Land

1151 Gründung der Neustadt und Stadtrecht für Seehausen (Altmark) durch Albrecht den Bären

1152 Friedrich I. Barbarossa wird König des Reiches

1152 Nach einem Streit zwischen Albrecht dem Bären und Heinrich dem Löwen schlichtet Kaiser Barbarossa, Albrecht erhält die Grafschaft Plötzkau (Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt), Heinrich bekommt die Grafschaft Winzenburg (Landkreis Hildesheim in Niedersachsen)

1154 Anerkennung der Johanniter als Orden durch den Papst, Erstehung der ersten Ordensniederlassung (Kommende) in Duisburg

09. September 1155 Albrecht der Bär und der Erzbischof Wichmann von Magdeburg nehmen an der Weihe der Leitzkauer Klosterkirche (Sachsen-Anhalt) teil

1155 Anselm von Havelberg wird Erzbischof von Ravenna und verlässt Havelberg (Sachsen-Anhalt)

18. Juni 1155 Friedrich I. Barbarossa wird durch Papst Hadrian IV. zum Kaiser gekrönt

Frühjahr 1157 Jaxa von Köpenick, wahrscheinlich ein Verwandter von Pribislaw-Heinrich, besetzt die Brandenburg, die Albrecht der Bär nach dem Tod von Pribislaw-Heinrich erhielt

11. Juni 1157 nach der Belagerung der Brandenburg durch ein Ritterheer unter Führung von Erzbischof Wichmann von Magdeburg und Albrecht den Bären zieht sich Jaxa nach Köpenick zurück, die Rückeroberung der Brandenburg gilt als Gründungsakt der Mark Brandenburg (die Altmark war zum Zeitpunkt der Gründung noch nicht Bestandteil der Mark Brandenburg sondern Teil des Herzogtums Sachsen)

03. Oktober 1157 Albrecht der Bär nannte sich erstmals in einer Urkunde Markgraf von Brandenburg, diese Urkunde wurde in Werben ausgestellt

02. Februar 1158 Albrecht der Bär bricht zu einer Wallfahrt nach Jerusalem auf und lernt dabei wohl den Johanniterorden kennen

12. August 1158 Bischof Anselm von Havelberg stirbt in Mailand und wird in Ravenna beigesetzt

1159 Albrecht der Bär ist in Deutschland wieder nachweisbar, er stiftet die Kirche des Dorfes Werben mit allem Zubehör -ohne den Zehnten- dem Johanniterorden, sowie sechs Hufen des Dorfes Zehren östlich des Arendsee (Altmark)

1160 Ansiedlung der Johanniter in Werben, indem Albrecht der Bär die Einkünfte der Kirche in Werben und sechs Hufen  dem Johanniterorden überträgt

06. oder 07. Juli 1160 Sophie von Winzenburg, Gemahlin von Albrecht dem Bären stirbt in Brandenburg (Brandenburg)

1161 Stiftung des Augustiner-Chorherren und Nonnenklosters Diesdorf (Sachsen-Anhalt)

10.12.1161 Weihung der Augustiner-Chorherren und Nonnenklosterkirche in Diesdorf (Sachsen-Anhalt)

Ende März 1162 Barbarossa erobert Mailand und schenkt die Gebeine der Heiligen Drei Könige dem Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, der diese 1164 nach Köln brachte

um 1163 Es bildet sich eine Koalition gegen Heinrich den Löwen, die Albrecht der Bär anführt

Juli 1164 Kölner Erzbischof Rainald von Dassel lässt die Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln überführen

Winter 1166 Belagerung der welfischen Burg Haldensleben durch Albrecht den Bären, Erzbischof Wichmann und Landgraf Ludwig dem Eisernen von Thüringen, die Burg konnte nicht eingenommen werden

1169 Weihe der Basilika St. Sebastian in Magdeburg

1170 Bau der Pfarrkirche St. Petri in Seehausen/Altm. als romanische Basilika, der Bau dauerte zehn Jahre bis 1180

24. Juni 1170 Kaiser Barbarossa zwingt Albrecht den Bären und Heinrich den Löwen zu einem dauerhaften Frieden

16. August 1170 Weihung des Havelberger Domes durch den Magdeburger Erzbischof Wichmann in Anwesenheit von Albrecht dem Bären mit seinen Söhnen, letztes öffentliches Auftreten von Albrecht den Bär

18. November 1170 Albrecht der Bär stirbt (vermutlich in Stendal), sein Sohn Otto I. übernimmt sämtliche Lehen in der Mark

1172 das Kloster Jerichow erhält Grundbesitz im Fiener Bruch, welches noch urbar gemacht werden muss

1172 Beginn der 2. Bauphase an der Stiftskirche in Beuster


1175 Bau der Kirche aus Feldstein in Rohrberg

1177 Ersterwähnung der Stadt Seehausen (Altmark) in einer Chronik des Thietmar von Merseburg als eine Burgsiedlung, die schon 1009 bestanden hat (Wasserburg oder Pfahlburg umgeben von Blockhäusern am Ende der jetzigen Gartenstraße, innerhalb der Burg soll die Kirche St. Jacobi -aus Holz oder Fachwerk- gestanden haben)

1178 Vom Kloster Jerichow geht eine Klostergründung in Gramzow in der Uckermark aus

1178 Das Kloster Jerichow erhält eine romanische Ausstattung: Altar, Leuchter (ehemaliger Osterleuchter in neuer Zusammensetzung) und den Taufstein aus der Jerichower Stadtkirche

17. September 1179 Hildegard von Bingen stirbt im Kloster auf dem Rupertsberg

März 1180 Bernhard von Anhalt, Sohn von Albrecht den Bär, erhält auf einem Hoftag in Gelnhausen den Herzogtitel von Sachsen als Nachfolger von Heinrich dem Löwen

1180 Gündung eines Augustiner-Chorherrenstifts in Beuster (Sachsen-Anhalt)

25. Dezember 1183 Stiftung des Klosters Arendsee durch Markgraf Otto I., Sohn Albrecht des Bären, Baubeginn ca. Herbst 1183

1184 Otto I., Sohn von Albrecht den Bären stirbt, sein Sohn Otto II. beerbt ihn, der 2. Sohn Heinrich wird Graf von Gardelegen

Mai 1184 Friedrich I. Barbarossa veranstaltet einen Hoftag in Mainz

1185 Erste Erwähnung von St. Petri im Fischerdorf Frose (Teil von Magdeburg)

1188 Stadtbrand in Magdeburg

1188 Zusammenfassung des Magdeburger Stadtrechts durch Erzbischof Wichmann

1188 Gründung des Kollegiatstiftes St. Nikolai in Stendal durch Markgraf Otto II. und seinem Bruder Heinrich von Gardelegen (Askanier)

1189 bis 1192 Dritter Kreuzzug unter Führung von Kasier Friedrich I.

1190 Friedrich I. Barbarossa ertrinkt 70-jährig im Fluss Saleph (Türkei) auf dem dritten Kreuzzug, sein Sohn Heinrich VI. wird König (bis 1197)

25. August 1192 Der Magdeburger Erzbischof Wichmann stirbt in Könnern (Sachsen-Anhalt)

1195 Die Enkel von Albrecht den Bären, Otto II. und Albrecht II. schenkten die Güter in Salzwedel und der Wische dem Erzbischof von Magdeburg (Ludolf von Kroppenstedt) und erhielten diese als erbliches Lehen zurück, damit wurden die Gebiete aus dem Herzogtum Sachsen heraus gelöst und Bestandteil der Mark Brandenburg

1196 Seehausen (Altmark) wird an den Magdeburger Bischof Ludolf von Kroppenstedt verpfändet und erhält die Bezeichnung „oppidum“ kleine Stadt


1198 Albrecht II., Enkel von Albrecht den Bären, nahm an der Gründungsversammlung des Deutschen Ordens in Akkon (Israel) während des Dritten Kreuzzuges teil

10. Juli 1198 Otto IV. von Braunschweig wird in Aachen zum König gekrönt, gleichzeitig gab es einen weiteren deutsch-römischen König, Philipp von Schwaben, der am 08.03.1198 gekrönt wurde, Philipp wurde am 21.06.1208 ermordet