Nach 1300 Die "Große Heidelberger Liederhandschrift" (Codex Manesse) entsteht, in ihr sind Minnelieder u. a. von Walther von der Vogelweide und Kaiser Heinrich VI. enthalten

ca. 1300 Gotische Umgestaltung des Havelberger Domes nach dem Vorbild der Klosterkirche Unserer Lieben Frauen in Magdeburg

1304 Die Altmark wird erstmals als Antiqua Marchia (Alte Mark) erwähnt

1310 Der Rat der Stadt Havelberg trat erstmal mit Rechtgeschäften auf und es gibt erste Hinweise auf ein Rathaus

1314 Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne streiten acht Jahre lang um den Königsthron, Ludwig setzt sich durch, wird aber vom Papst nicht anerkannt und exkommuniziert, daraufhin zieht Ludwig nach Rom, lässt den Papst absetzen und sich vom neuen Papst zum Kaiser krönen

1315 Erste urkundliche Benennungen der Salzwedler Lorenzkirche im Zusammenhang mit Stiftungen von Altären

1315-1317 Klimaveränderungen, deutlicher Rückgang der Getreideproduktion

14. Mai 1316 Karl IV. wird in Prag geboren

14. August 1319 Markgraf Woldemar aus dem Geschlecht der Askanier (Markgraf der Mark Brandenburg) stirbt in Bärwalde, seine Frau Agnes von Brandenburg erhält die Altmark als Leibgedinge, Arneburg und die Wische mit Werben und Seehausen gehören noch nicht zur Altmark

14. Dezember 1319 Agnes von Brandenburg heiratet Otto den Milden von Braunschweig und bezeichnen sich als "herre unde frowe der olden marke"

1320 Die brandenburgische Linie des Askanier-Geschlechts stirbt mit Heinrich dem Kind aus

1321 Gebhard von Wanzleben ist Komtur des Johanniter-Ordens in Werben

1324 Die Herrschaft in der Altmark geht an das Adelsgeschlecht der Wittelsbacher und Luxemburger, die ab 1356 auch Kurfürsten sind

um 1330 Die Frankfurter Messe wird zu einem der wichtigsten Handelsstandorte in Europa, zweimal im Jahr treffen sich Kaufleute und Bankiers und schließen Handelsgeschäfte ab, bereits 20 Jahre nach Gründung der Messe läuft der gesamte Zahlungs- und Warenverkehr zwischen Flandern im Norden und Venedig im Süden über Frankfurt

1335 Ermordung Erzbischof Burchardt III. durch Magdeburger Bürger

16. August 1330 Weihung des Hochaltares des Havelberger Domes durch Bischof Dietrich I., gleichzeitig Abschluss der gotischen Umbaumaßnahmen im Hochchorbereich

13. Mai 1335 Ein Herr Johann von Buch bittet den Markgrafen, ob er die vom Hochwasser verwüstete Stadt Jerichow wieder aufbauen darf

1335 Markgraf Ludwig übereignete dem Kloster Jerichow Besitzungen in Steinitz, Maiendorf und Garditz

1337 Glocke der Kirche in Rohrberg (Sachsen-Anhalt) wird von Hermann (Namenseinritzung in der Glocke) gegossen


1337 Das Augustiner-Chorherrenstift in Beuster soll nach Seehausen (beide Sachsen-Anhalt, Altmark) verlegt werden, es kam aber nicht dazu, das Archidiakonat Seehausen war immer durch einen Chorherren aus Beuster besetzt

1338 Die Mehrheit der Kurfürsten erklären, dass es bei einer Wahl des Königs nicht mehr der Bestätigung durch den Papst bedarf. Der amtierende König Ludwig der Bayer verschärft diese Erklärung noch, indem er das "Kaisergesetz" erlässt, in welchem er die Königswürde mit der Kaiserwürde gleichsetzt.

1341/45 Hermann von Werberg wird als Statthalter (Vertreter) des Herrenmeisters des Johanniter-Ordens in Werben genannt

Juli 1342 Magdalenenhochwasser, eine der größten aufgezeichneten Hochwasserkatastrophen des 2. Jahrtausends, betroffen waren die Flüsse Rhein, Mosel, Moldau, Elbe, Weser, Werra und Unstrut

1346 Tangermünde und Osterburg (beide Sachsen-Anhalt, Altmark) werden Mitglied der Hanse

26. November 1346 Karl IV. aus dem Geschlecht der Luxemburger wurde als Gegenkönig zu Ludwig den Bayern aufgestellt und in der Bonner Münsterbasilika zum König gekrönt

16. Oktober 1347 Rudolf I. wird von Karl IV. mit der Altmark belehnt (selbstständiges Reichslehen)

1347 bis 1352 Ausbruch der Pest in Europa, die Stadtbevölkerung in Europa reduziert um etwa ein Drittel

1348 bis 1350 Pest in den nordöstlichen Gebieten des Deutschen Reiches

17. Juni 1349 Karl IV. wird in Frankfurt/Main zum römisch-deutschen König gekrönt

1351 Hermann von Werberg wird als Herrenmeister des Johanniter-Ordens in Werben (Sachsen-Anhalt, Altmark) genannt

1354 Die Zweite der beiden im Nordturm der Klosterkirche Jerichow befindlichen Glocken wird eingebaut

05. April 1355 Karl IV. wird in Rom zum Kaiser gekrönt

1356 Erster Hansetag, Vertreter von Städten und Kaufleute trafen sich in Lübeck um ein gemeinsames Handeln abzustimmen

10. Januar 1356 Verkündung der Goldene Bulle (Gesetzestext welcher u. a. die Königswahl durch 7 Kurfürsten festlegt und Einmischung des Papstes wird abgelehnt) auf dem Nürnberger Hoftag

1358 Stendal, Gardelegen, Werben und Seehausen werden Mitglied der Hanse

1359 Havelberg (Sachsen-Anhalt) ist auf dem Hansetag in Rostock vertreten

1363 Nach umfangreichen Wiederaufbauarbeiten wird der Magdeburger Dom als gotischer Dom geweiht

1370 Gedenkstein in der Turmhalle der Kosterkirche Jerichow, Text berichtet über zwei Klostergefolgsleuten die bei einer Fehde des Stifts mit Raubrittern ums Leben kamen

1373 Karl IV. erwirbt die Mark Brandenburg (fünf Verwaltungseinheiten -Nova Marchia weite Teile der Mittelmark, die Prignicz, die Ukera, die Marchia trans Oderam oder auch Neumark und die Antiqua Marchia-) vom Wittelsbacher Otto V. für 500.000 Gulden (Entstehung des Landbuchs)

07. September 1373 Karl IV. zieht in die Burg Tangermünde ein und macht die Stadt zur Nebenresidenz von Prag und zur brandenburgischen Hauptstadt

ca. 1375 Entstehung der Marienkapelle am Havelberg Dom

1377 Karl IV. gründet ein Augustinerchorherrenstift in Tangermünde, Burgkapelle St. Johannis

1377 Kaiser Karl IV. feiert das Pfingstfest im Kloster Jerichow mit seinen Söhnen König Wenzel von Böhmen und König Sigismund von Ungarn, Erzbischöfen von Magdeburg und Prag, Bischöfen von Havelberg, Brandenburg und Braunschweig und zwei päpstlichen Legaten

29. November 1378 Kaiser Karl IV. stirbt in Prag nach einem Reitunfall an einer Lungenentzündung

1378 Sigismund von Luxemburg (Sohn Karls IV.) wird Kurfürst der Mark Brandenburg

1378 Nach dem Tod von Papst Gregor XI. werden aufgrund von Rivalitäten unter den Kardinälen zwei Päpste gewählt (Urban VI. in Rom und Klemens VII. in Avignon), es beginnt das abendländische Schisma, welches bis 1417 anhält

um 1383 Bad Wilsnack wird zu einem bedeutenden Pilgerort und viele Pilger ziehen auf dem Weg dorthin durch Havelberg

1384 die Bischöfe von Magdeburg, Lebus, Brandenburg und Havelberg stellen einen ersten Ablassbrief für Wilsnack aus

1385 bis 1401 Amtszeit des Bischof Johann III. Wöpelitz am Havelberger Dom

1386 Pfalzgraf Ruprecht I. gründet die erste Universität im Reich

1388 Der erste Ablassbrief von 1384 für Wilsnack wird erneuert

1388 Sigismund von Luxemburg verpfändet Jobst von Mähren die Mark Brandenburg

1390 Witwe von Karl IV., Elisabeth von Pommern, besucht Wilsnack

1390 Die Magdeburger Bürgerschaft kauft dem Erzbischof die Gerichtsbarkeit des Fischerdorfes Frose ab

1390 Teilzerstörung des Klosters Arendsee durch einen Brand o.ä.

1392 bis 1394 Bestätigung eines Plenarablasses durch Papst Bonifaz IX. für das Kloster Arendsee

1395 Bischof Johann Wöpelitz gab die Errichtung des Lettners im Havelberger Dom  in Auftrag

1395 Otto II. von Bremen, Bischof von Verden, später auch Erzbischof von Bremen erhebt St. Nikolaus in Beuster zur Kollegiatskirche

1396 Beginn der Arbeiten am Lettner des Havelberger Domes

1397 Der deutsche König Wenzel beleht Jobst von Mähren mit der Mark Brandenburg