Karl der Große erobert die Altmark. Damit gehört die Altmark nun zum fränkischen Reich und wird unter den Bistümern Halberstadt und Verden aufgeteilt.

714 Die Westgoten auf der iberischen Halbinsel (Spanien) unterliegen den muslimischen Arabern. Das Emirat von Cordoba entsteht.

732 Karl Martell, Hausmeier der Merowinger, wehrt einen Einfall der Sarazenen aus Spanien ab. Damit stabilisiert er den Aufstieg der Karolinger.

738 Der Papst ernennt den Mönch Bonifatius zum Legaten für Germanien. Er missioniert in den Ländern zwischen Rhein und Elbe und richtet die Kirche des Frankenreiches auf den Papst und die Lehre Roms aus.

751 Der Hausmeier Pippin (un 714-768), Sohn des Karl Martell, setzt mit Einverständnis des Papstes König Childerich III., den letzten Merowingerkönig, ab und tritt seine Nachfolge an. Er lässt sich vom Papst salben und ist damit König von Gottes Gnaden. Damit beginnt das Gottesgnadentum, welches durch fast alle europäischen Herrscher in der Folge unterstützt wird.

754 - 756 Der von den Langobarden bedrohte Papst Stephan II. macht Pippin zum Schutzherrn von Rom. Der König überträgt dem Papst unter anderem die Gebiete nördlich und südlich von Rom und legt damit die Grundlage für den Kirchenstaat.

09. Oktober 768 Karl der Große (um 742-814) und sein Bruder Karlmann I., beerben ihren Vater Pippin und werden zu Königen des Frankenreiches gesalbt.

05. Juni 774 Nach der Eroberung der Langobardenhauptstadt Pavia durch Karl den Großen wird das Langobardenreich (Norditalien) in das Frankenreich eingegliedert. Karl der Große erhält den Titel "König der Langobarden".

788 Der Verfasser der fränkischen Reichsannalen verwendet erstmals das lateinische Adjektiv "theodiscus", aus dem im Laufe der Zeit das Wort "deutsch" wird. Das Wort "diutisc" gebraucht wahrscheinlich erst der Mönch und Übersetzer Nokter Labeo (um 950-1022) als Bezeichnung für die deutsche Sprache. In den Reichsannalen wird auch der Fluss Havel erstmals erwähnt.

ab 789 Karl der Große baut Aachen zu seiner Residenz aus.

25. Dezember 800 Am Weihnachtsfeiertag wird Karl der Große vom Papst in Rom zum Kaiser gekrönt. Damit gibt es wieder zwei römische Kaiser, einen lateinischen und einen byzantinischen. Für das gesamte Mittelalter gilt der Papst nun als Kaisermacher. Im Gegenzug übernimmt der Kaiser den Schutz der Christenheit und die Verteidigung der Kirche.