14. Jahrhundert
Nach 1300 Die "Große Heidelberger Liederhandschrift" (Codex Manesse) entsteht, in ihr sind Minnelieder u. a. von Walther von der Vogelweide und Kaiser Heinrich VI. enthalten
1307 Der Brandenburgische Markgraf Herrmann der Lange beurkundet die Vereinigung von Berlin und Cölln, auf der Langen Brücke (jetzige Rathausbrücke) wird ein gemeinsames Rathaus errichtet, die Berliner hatte die Mehrheit der Stimmen im Magistrat, finanziell waren beide Städte noch getrennt, aber die Verteidigung und die Außenbeziehungen wurden gemeinsam organisiert
1. Mai 1308 Der römisch-deutsche König Albrecht I. von Habsburg wird von seinem Neffen Johann von Schwaben ermordet
3. März 1308 Der gemeinsame Rat von Berlin und Cölln beschloss ein Bündnis mit weitere Städten wie Brandenburg, Frankfurt (Oder) und Salzwedel. Zweck dieses Bündnisses war der gemeinsame Schutz vor äußeren Gefahren und die Wahrung der städtischen Autonomie.
1. Mai 1308 Der römisch-deutsche König Albrecht I. von Habsburg wird in Windisch (Schweiz) von seinem Neffen Johann von Schwaben ermordet
27. November 1308 Heinrich VII. aus dem Hause Luxemburg wird von den sieben Kurfürsten zum römisch-deutschen König gewählt, bei der Zuteilung der Ordnungszahl VII wurde der römisch-deutsche König Heinrich aus dem Hause der Staufer, der im 13. Jahrhundert die Königwürde trug übergangen, wahrscheinlich weil er nicht allein regierte
06. Januar 1309 Heinrich VII. und seine Frau Margarete werden in Aachen gekrönt
1310 Der Rat der Stadt Havelberg trat erstmal mit Rechtgeschäften auf und erster Hinweis auf ein Rathaus
1314 Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne streiten acht Jahre lang um den Königsthron, Ludwig setzt sich durch, wird aber vom Papst nicht anerkannt und exkommuniziert, daraufhin zieht Ludwig nach Rom, lässt den Papst absetzen und sich vom neuen Papst zum Kaiser krönen
1315 Erste urkundliche Benennungen der Salzwedler Lorenzkirche im Zusammenhang mit Stiftungen von Altären
1315-1317 Klimaveränderungen, deutlicher Rückgang der Getreideproduktion
14. Mai 1316 Karl IV. wird als Sohn König Johanns von Böhmen in Prag geboren
5. Mai 1317 Markgraf Woldemar bestätigt, daß sich die in Berlin und Cölln wohnhaften Juden vor dem Stadtgericht zu verantworten haben, wenn sie eines Verbrechens schuldig sind.
12. Januar 1319 Das Dorf Rosenfelde (später Friedrichsfelde) wird an die Doppelstadt Berlin-Cölln übereignet. Beide Städte verzichten dabei auf ausstehende Geldforderungen an den Markgrafen Woldemar.
14. August 1319 Markgraf Woldemar aus dem Geschlecht der Askanier (Markgraf der Mark Brandenburg) stirbt in Bärwalde (Polen-Westpommern). Seine Frau Agnes von Brandenburg erhält die Altmark als Leibgedinge. Arneburg und die Wische mit Werben und Seehausen gehören zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Altmark.
30. September 1319 Markgräfin Agnes, die Witwe Woldemars, und ihr Vormund, Herzog Rudolph von Sachsen, bestätigen die Doppelstadt als einheitliche Steuergemeinde und legen die Abgaben auf 150 Mark fest.
14. Dezember 1319 Nachdem Markgraf Woldemor aus dem Geschlecht der Askanier 1319 gestorben ist, heiratet Agnes von Brandenburg heiratet Otto den Milden von Braunschweig und bezeichnen sich als "herre unde frowe der olden marke".
1320 Die brandenburgische Linie des Askanier-Geschlechts stirbt mit Heinrich dem Kind aus.
1321 Gebhard von Wanzleben ist Komtur des Johanniter-Ordens in Werben
1321/22 Die altmärkischen Städte und Ritterschaften in den Vogteien und Territorien Arneburg, Seehausen, Salzwedel, Gardelegen, Stendal, Tangermünde, Osterburg und Werben vereinigen sich im Interesse der Aufrechterhaltung der Rechtssicherheit
24. August 1321 Berlin, Cölln, Köpenick, Spandau und weitere 19 Städte der Mittelmark und Niederlausitz schließen sich mit dem Ziel zusammen sich zukünftig in Fragen der Landesherrschaft abzustimmen.
1323 Der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Ludwig IV. (der Bayer) nimmt das Lehen der Askanier an der Mark Brandenburg, aufgrund des Todes des letzten Askaniers Heinrich II. (das Kind), zurück und gibt es an seinen noch unmündigen Sohn Ludwig V. weiter, damit gerät die Mark Brandenburg in den Machtkampf zwischen den beiden Kaisern Ludwig IV (Wittelsbacher) und Karl IV. (Luxemburger), die beide den Kaisertitel beanspruchen, 1348 tauchte der später so genannte "Falsche Woldemar" auf, der sich als letzter Askanier ausgibt, dieser wird von Karl IV. gegen den von den Wittelsbacher mit der Mark Brandenburg belehnten Ludwig V. aufgestellt, Berlin und Cölln stellen sich auf die Seite der Luxemburger, 1350 fliegt der Schwindel mit den "Falschen Woldemar" auf und Ludwig V. wird endgültig mit der Mark Brandenburg belehnt
10. Mai 1223 Herzog Rudolph von Sachsen stattete alle sich gegenwärtig und zukünftig in Berlin und Cölln aufhaltende Juden mit allen Rechten und Nutzen aus
21. Dezember 1223 Berlin, Cölln, Spandau, Köpenick und weitere 22 märkische Städte schließen sich zu einem Städtebund mit dem Ziel der Erhaltung des Landfriedens zusammen.
1324 Die Herrschaft in der Altmark geht an das Adelsgeschlecht der Wittelsbacher und Luxemburger, die ab 1356 auch Kurfürsten sind.
August 1324 oder 1325 Die Berliner und Cöllner Bürger erschlagen Propst Nikolaus von Bernau, der sich gegen die Ernennung von Ludwig dem Brandenburger zum Markgrafen ausspricht und sich damit gegen den Kaiser und auf die Seite des Papstes stellt. Die Berliner jedoch sind auf der Seite des Kaisers. An diese Tat erinnert das Sühnekreuz an der Marienkirche, das die Städte später am Ort der Tat, der Spandauer Straße, errichten mußten.
17. Januar 1328 Ludwig IV. der Bayer wird in der Peterskirche von drei Bischöfen zum Kaiser des römisch-deutschen Reiches gekrönt
18. April 1328 Kaiser Ludwig IV der Bayer lässt Papst Johannes XXII. absetzen
12. Mai 1328 Der Franziskaner Petrus von Carvaro wird in Rom zum neuen Papst gewählt. Er trägt den Namen Nikolaus V.
22. Mai 1328 Papst Nikolaus V. krönt Ludwig IV. der Bayer zum römisch-deutschen König um seine Legitimation als Kaiser zu stärken
um 1330 Die Frankfurter Messe wird zu einem der wichtigsten Handelsstandorte in Europa, zweimal im Jahr treffen sich Kaufleute und Bankiers und schließen Handelsgeschäfte ab, bereits 20 Jahre nach Gründung der Messe läuft der gesamte Zahlungs- und Warenverkehr zwischen Flandern im Norden und Venedig im Süden über Frankfurt
9. November 1331 Eine Verordnung wird erlassen, in der festgelegt wird, dass betrunkene Personen in die vor dem Bernauischen Bierkeller und beim Gertraudentor befindlichen "Narrenkisten" eingesperrt werden, um dort ihren Rausch auszusschlafen.
1335 Ermordung Erzbischof Burchardt III. durch Magdeburger Bürger
16. August 1330 Weihung des Hochaltares des Havelberger Domes durch Bischof Dietrich I., gleichzeitig Abschluss der gotischen Umbaumaßnahmen im Hochchorbereich
13. Mai 1335 Ein Herr Johann von Buch bittet den Markgrafen, ob er die vom Hochwasser verwüstete Stadt Jerichow wieder aufbauen darf
1335 Markgraf Ludwig übereignete dem Kloster Jerichow Besitzungen in Steinitz, Maiendorf und Garditz
1337 Die Glocke der Kirche in Rohrberg (Sachsen-Anhalt) wird von Hermann (Namenseinritzung in der Glocke) gegossen
1337 Das Augustiner-Chorherrenstift in Beuster soll nach Seehausen (beide Sachsen-Anhalt, Altmark) verlegt werden, es kam aber nicht dazu, das Archidiakonat Seehausen war immer durch einen Chorherren aus Beuster besetzt
1338 Die Mehrheit der Kurfürsten erklären, dass es bei einer Wahl des Königs nicht mehr der Bestätigung durch den Papst bedarf. Der amtierende König Ludwig der Bayer verschärft diese Erklärung noch, indem er das "Kaisergesetz" erlässt, in welchem er die Königswürde mit der Kaiserwürde gleichsetzt.
1341/45 Hermann von Werberg wird als Statthalter (Vertreter) des Herrenmeisters des Johanniter-Ordens in Werben genannt
Juli 1342 Magdalenenhochwasser, eine der größten aufgezeichneten Hochwasserkatastrophen des 2. Jahrtausends, betroffen waren die Flüsse Rhein, Mosel, Moldau, Elbe, Weser, Werra und Unstrut
1346 Tangermünde und Osterburg (beide Sachsen-Anhalt, Altmark) werden Mitglied der Hanse
1346 In den gemeinsamen Rat der Doppelstadt Berlin-Cölln werden erstmals neben den bereits dort sitzenden Kaufleuten Vertreter der Handwerkerzünfte aufgenommen, die Stadt Berlin entsendet vier Vertreter und die Stadt Cölln zwei, damit gehören ein Drittel der Sitze den Zünften
11. Juli 1346 Fünf der sieben Kurfürsten wählen in Rhens Karl IV. zum römisch-deutschen König
26. November 1346 Karl IV. aus dem Geschlecht der Luxemburger wird in der Bonner Münsterbasilika zum König gekrönt, da die Anerkennung Karls IV. insbesondere bei den Reichsstädten nicht sehr groß war, blieben ihm die Tore der Stadt Aachen zur Könung verwehrt
16. Oktober 1347 Rudolf I. wird von Karl IV. mit der Altmark belehnt (selbstständiges Reichslehen)
August 1347 Die Stadt Caffa auf der Halbinsel Krim wird von einem Mongolenheer belagert, in welchem die Pest ausbricht. Ein Schiff welches aus Caffa kommt und in Messina anlandet bringt die Pest nach Europa. Bis 1352 wütet die Pest in Europa und ihr fallen ca. ein Drittel der Bevölkerung, das sind 60-75 Millionen Europäer zum Opfer.
07. April 1348 Karl IV. gründet eine Universität in Prag, es ist die erste Universität in Mitteleuropa
September 1348 In Zürich und anderen Gemeinden am Genfer See werden Juden wegen ihrer angeblichen Schuld an der Pest durch einem Mob ermordet, ihre Wohnviertel niedergebrannt und geplündert.
1348 bis 1350 Pest in den nordöstlichen Gebieten des Deutschen Reiches
26. September 1348 Papst Clemens VI. verbietet die Juden ohne Gerichtsverfahren zu töten, auszuplündern oder gegen ihren Willen zu bekehren, zudem verurteilt er den Vorwurf gegen die Juden Brunnen zu vergiften und damit die Pestepedemie zu verursachen
November 1348 In Stuttgart und Augsburg werden die Judenviertel niedergebrannt.
Dezember 1348 Die Judenviertel in Landsberg und Lindau werden niedergebrannt.
Januar 1349 In Basel, Freyburg, Speyer und Worms kommt es zu Judenprogromen.
Februar 1349 In Straßburg kommt es zu Progromen gegen die Juden. Auch im weiteren Verlauf des Jahres kommt es zu Progromen in Würzburg, Konstanz und Dresden sowie im Juli in Frankfurt/Main und am 24. August 1349 in Köln und Umgebung. Die Kirche sowie auch die Räte der Städte greifen nicht ein. Die Gewalt gegen die Juden wird geduldet, bietet doch das Morden eine gute Gelegenheit seine Schulden bei den jüdischen Geldverleihern los zu werden und das Plündern sich zu bereichern.
17. Juni 1349 Karl IV. wird in Frankfurt/Main zum römisch-deutschen König gewählt, die Wahl erfolgte nun nach dem Tod Ludwig IV. ("der Bayer") einstimmig, fünf Wochen später fand die Krönung in Aachen statt, 1350 übergeben ihm die Wittelsbacher die Reichskleinodien (Krone und Heilige Lanze)
20. Oktober 1349 Papst Clemens VI. untersagt das öffentliche Geißeln.
1351 Hermann von Werberg wird als Herrenmeister des Johanniter-Ordens in Werben (Sachsen-Anhalt, Altmark) genannt
1354 Die Zweite der beiden im Nordturm der Klosterkirche Jerichow befindlichen Glocken wird eingebaut
05. April 1355 Karl IV. wird in Rom zum Kaiser gekrönt
1356 Erster Hansetag, Vertreter von Städten und Kaufleute trafen sich in Lübeck um ein gemeinsames Handeln abzustimmen
10. Januar 1356 Verkündung der Goldene Bulle auf dem Nürnberger Hoftag (Gesetzestext welcher u. a. die Königswahl durch 7 Kurfürsten festlegt und Einmischung des Papstes abgelehnt), die Goldene Bulle wird 500 Jahre lang die Wahl des Königs im Heiligen Römischen Reich regeln
1358 Stendal, Gardelegen, Werben und Seehausen werden Mitglied der Hanse
1359 Havelberg (Sachsen-Anhalt) ist auf dem Hansetag in Rostock vertreten
1359 Der Habsburger Herzog Rudolf IV. fälscht fünf Dokumente, in denen er die österreichischen Herrscher mit zahlreichen Privilegien ausstattet und er erfindet den Titel des "Pfalzerzherzogs", 1453 erkennt der Habsburger Kaiser Friedrich III. die gefälschten Urkunden an, womit die Stellung der Habsburger im Reich enorm gestärkt wird, den Titel des Erzherzogs tragen die Habsburger als einzige Herrscher im Reich bis 1918
1363 Nach umfangreichen Wiederaufbauarbeiten wird der Magdeburger Dom als gotischer Dom geweiht
31. Juli 1363 Kaiser Karl IV. verkündet, dass er mit dem Kurfürsten von Brandenburg Ludwig II. "der Römer" dahingehend geeinigt hat, dass im Falle der Kinderlosigkeit von Ludwig und seinem Bruder Otto V. "der Faule" die Herrschaft über Brandenburg auf das Haus Luxemburg (Stammhaus Karls IV.) übergeht
17. Mai 1365 Ludwig II. "der Römer" stirbt und wird im Grauen Kloster zu Berlin beigesetzt, sein Bruder Otto V. "der Faule" wird Kurfürst von Brandenburg
1370 Gedenkstein in der Turmhalle der Kosterkirche Jerichow, Text berichtet über zwei Klostergefolgsleuten die bei einer Fehde des Stifts mit Raubrittern ums Leben kamen
13. Juni 1370 Der Berliner und Cöllner Rat beschließt, dass nur Bürger der Stadt haben das Recht, Bier zu brauen, im Heiliggeisthospital geringe Mengen Bier gebraut werden dürfen und dass fremde Biere nur mit Genehmigung des Rates ausgeschenkt werden dürfen.
13. Januar 1371 Die Dörfer Köpenick, Altlandsberg und Oderberg werden durch den Markgrafen Otto der Faule an die Familie von Bismarck verpfändet. Otto V. benötigte offensichtlich finanzielle Mittel im Streit mit dem römisch-deutsche Kaiser Karl IV.
18. August 1373 Im Vertrag von Fürstenwalde verkauft Otto V. "der Faule" die Mark Brandenburg für 500.000 Gulden und einige Schlösser in der Oberpfalz an Kaiser Karl IV. Damit geht die Mark Brandenburg vom Herrscherhaus der Wittelsbacher auf die Luxemburger über. Die Kurstimme blieb jedoch zeitlebens bei Otto dem Faulen.
07. September 1373 Karl IV. zieht in die Burg Tangermünde ein und macht die Stadt zur Nebenresidenz von Prag und zur brandenburgischen Hauptstadt
ca. 1375 Entstehung der Marienkapelle am Havelberg Dom
1376 oder 1378 Großbrand in Cölln bei Berlin
1377 Karl IV. gründet ein Augustinerchorherrenstift in Tangermünde, Burgkapelle St. Johannis
1377 Kaiser Karl IV. feiert das Pfingstfest im Kloster Jerichow mit seinen Söhnen König Wenzel von Böhmen und König Sigismund von Ungarn, Erzbischöfen von Magdeburg und Prag, Bischöfen von Havelberg, Brandenburg und Braunschweig und zwei päpstlichen Legaten
29. November 1378 Kaiser Karl IV. stirbt im Alter von 62 Jahren in Prag nach einem Reitunfall an einer Lungenentzündung. Er wird im Veitsdom beigesetzt.
1378 Sigismund von Luxemburg, Sohn Karls IV. wurde 10-jährig Kurfürst der Mark Brandenburg und nachdem Otto V. "der Faule" am 15.11.1379 gestorben war, erhielt er auch die Kurstimme.
1378 Nach dem Tod von Papst Gregor XI. werden aufgrund von Rivalitäten unter den Kardinälen zwei Päpste gewählt (Urban VI. in Rom und Klemens VII. in Avignon), es beginnt das abendländische Schisma, welches bis 1417 anhält
22. Juli 1379 Für den Bau der Nikoleikirche in Berlin und der Petrikirche in Cölln erteilt der Erzbischof Peter von Magdeburg einen Ablass.
10. August 1380 Bei einem Großbrand in Berlin wird das Rathaus, Kirche, Wohnhäuser und öffentliche Einrichtungen zerstört. Viele Dokomente zur Stadtentwicklung fielen den Flammen zum Opfer.
20. Oktober 1381 Kurfürst Sigismund befreit Berlin und Cölln für fünf bzw. drei Jahre wegen des großen Stadtbrandes von 1380 von den jährlich an den Landesherrn zu zahlenden Steuern.
29. September 1382 Der Brandenburgische Kurfürst Sigismund ermahnt die Städte Berlin und Cölln. Nach dem Stadtbrand 1380 in Berlin streiten sich die Städte Berlin und Cölln um die Verteilung der Kosten zum Wiederaufbau. Offensichtlich wurde in dem Streit zwischen den Städten das Bündnis von 1307 in Frage gestellt, so dass der Kurfürst hier einschreiten musste.
um 1383 Bad Wilsnack wird zu einem bedeutenden Pilgerort und viele Pilger ziehen auf dem Weg dorthin durch Havelberg
1384 die Bischöfe von Magdeburg, Lebus, Brandenburg und Havelberg stellen einen ersten Ablassbrief für Wilsnack aus
1385 bis 1401 Amtszeit des Bischof Johann III. Wöpelitz am Havelberger Dom
19. Oktober 1386 Pfalzgraf Ruprecht I. gründet die erste Universität auf deutschem Boden, 16 Magister unterrichten 165 Studenten, die jedoch kaum aus adligen Kreisen kommen, sondern eher aus Kaufmanns- und Handwerkerfamilien, aber auch Söhne aus ärmeren Familien können dort aufgrund der für sie geringeren Einschreibegebühr studieren.
1388 Der erste Ablassbrief von 1384 für Wilsnack wird erneuert
1388 Markgraf Sigismund verpfändet die Mark Brandenburg an seinen Vetter Jobst von Mähren um damit die Militärkosten zur Machtergreifung in Ungarn zu finanzieren
1390 Witwe von Karl IV., Elisabeth von Pommern, besucht Wilsnack
1390 Die Magdeburger Bürgerschaft kauft dem Erzbischof die Gerichtsbarkeit des Fischerdorfes Frose ab
1392 bis 1394 Bestätigung eines Plenarablasses durch Papst Bonifaz IX. für das Kloster Arendsee
14. August 1394 Berlin, Cölln, Spandau und weitere Städte bilden eine Allianz gegen das Räuber- und Raubritterunwesen in der Mark Brandenburg.
1396 Beginn der Arbeiten am Lettner des Havelberger Domes
9. Juni 1399 Das gassierende Raubrittertum zwingt die mittelmärkischen Stadte auf Initiative von Berlin, Frankfurt (Oder) und Brandenburg wiederholt sich zu einem Bündnis zusammenzuschließen. In Brandenburg (Stadt) schließen sich 16 mittelmärkische Städte zur gemeinsamen Verteidigung des Besitzstandes zusammen.












