01. Januar 1802 Der Neubau des Nationaltheaters am Gendarmenmarkt wird mit dem Schauspiel "Die Kreuzfahrer" von Kotzebues eingeweiht. Architekt des Neubaus war Carl Gotthard Langhans. Aufgrund seines Bohlendaches wurde das Gebäude vom Volk auch "Koffer" genannt. Am 29.07.1817 brannte das Theater vollständig aus. 

4. April 1802 Auf Bitten der Bewohner wird die Köpenicker Vorstadt in Luisen-Stadt (nach der preußischen Königin Luise) umbenannt. 

27. Juni 1802 Ein Hagelschauer mit taubeneigroßen Hagelkörner ergießt sich über Berlin und das Umland. Die Folgen sind Schäden an Gebäuden und Ernteausfälle.

2. Dezember 1802 Im Friedrichs-Waisenhaus in der Stralauer Straße (Mitte) wird die weltweit erste Impfanstalt eröffnet. Leiter der Anstalt war Wilhelm August Bremer. Die Impfungen fanden immer sonntags statt. Der erste der sich in diesem Institut impfen ließ war der Thronfolger Wilhelm (später Wilhelm I.). Die dort verabreichte Impfung richtete sich gegen die Pocken. Das Institut für Internationale Gesundheit an der Charité (Tropeninstitut) ist aus dem ersten Impfinstitut hervorgegangen.

17. April 1804 In Berlin wird eine Verordnung erlassen, dass Viehhändler, die ihr Vieh zu den Berliner Märkten in die Stadt treiben der Polizei Gesundheitspässe vorzuzeigen haben. Das Vieh darf nur noch auf ausdrücklich zum Viehhandel zugelassenen Märkten angeboten werden.

17. Oktober 1804 In Berlin wird das Abladen von Schutt und Müll auf der Invalidenstraße vor dem Oranienburger Tor verboten. Zuvor wurde bereits das Abladen von Schutt in der Schlesischen Straße sowie zwischen Halleschem Tor und Tempelhof untersagt. Zudem wurde am 17.07.1804 das Reiten, Fahren, Pferdehalten und Karrenschieben auf den Bürgersteigen in der Leipziger und der Brüderstraße sowie Unter den Linden verboten.

02. Dezember 1804 Napoleon Bonaparte krönt sich selbst in Anwesenheit des Papstes Pius VII. in Notre Dame in Paris zum Kaiser der Franzosen

12. September 1805 Friedrich Wilhelm Langerhans wird vom Preußischen König Friedrich Wilhelm III. zum ersten hauptamtlichen Stadtbaurat benannt. Vorher war er Stadtbauinspektor. Während seiner Amtszeit entstanden u. a. das Gasthaus Zenner in Treptow, der Jüdische Friedhof in der Schönhauser Allee und der Volkspark Friedrichshain.

2. November 1805 Nachdem Zar Alexander I. in Berlin eintrifft um den Preußischen König Friedrich Wilhelm III. von einer Koalition gegen Napoleon zu überzeugen, wird ihm zu Ehren der "Platz vor dem Königs Thor" in Alexanderplatz umbenannt.

21. November 1805 Alexander von Humboldt hält seine Antrittsrede zum Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften.

02. Dezember 1805 Die Schlacht von Austerlitz (im heutigen Tschechien) entscheidet Napoleon für sich, Österreich muss in deren Folge die Grafschaft Tirol an den französischen Verbündeten Bayern abtreten

1806 Magdeburg kapituliert vor Napoleon, die Preußen ziehen ab, die Kirche des Klosters Unserer Lieben Frauen dient als Viehstall bis 1816

6. August 1806 Der römisch-deutsche Kaiser Franz II. legt nach einem Ultimatum Napoleons die Kaiserkrone nieder, damit hört das Heilige Römische Reich Deutscher Nation nach 844 Jahren auf zu existieren, eine Vielzahl von deutschen Staaten schließen sich zum "Rheinbund" zusammen

9. August 1806 In Berlin wird die Mobilmachung der Preußischen Armee im Krieg gegen Frankreich verkündet.

1807 bis 1815 Die Altmark gehört zum französisch verwalteten Königreich Westfalen

26. September 1806 Der preußische König Friedrich Wilhelm III. fordert Napoleon in einem Brief zur Herausgabe der preußischen linksrheinischen Gebiete und zum Rückzug der französischen Truppen hinter den Rhein auf. Dies kam einer Kriegserklärung gleich. Napoleon ließ die Aufforderung unbeeindruckt und prophezeite in einem Antwortschreiben die Niederlage der preußischen Armee.

14. Oktober 1806 In der "Doppelschlacht von Jena und Auerstedt" schlägt Napoleons Armee die im Bündnis stehenden Armeen von Preußen und Sachsen. Damit ist der Weg frei auf dem Weg in die preußische Hauptstadt Berlin.

24. Oktober 1806 Der französische General General Pierre Augustin Graf Hulin zieht mit einer Vorhut der napoleonischen Truppen in Berlin ein. General Pierre Augustin Graf Hulin wird während der 26-monatigen französischen Besatzung als Kommandant die Geschicke Berlins lenken. Das preußische Königshaus ist nach Ostpreußen geflohen.

27. Oktober 1806 Der französische Kaiser Napoleon I. zieht in einem Triumphzug durch das Brandenburger Tor in Berlin ein.

29. Oktober 1806 Napoleon lässt 2.000 finanzstarke Berliner Bürger in der Petrikirche zusammenrufen, die unter sich ein 60-köpfiges Gremium, das "Comité administratif" wählen sollen, das die Stadt im Sinne der französischen Besatzungsmacht verwalten soll. 

21. Dezember 1806 Nach dem die Quadriga am 8.12.1806 im Auftrag von Napoleon I. vom Brandenburger Tor heruntergenommen, zerlegt und verpackt wurde, ging sie auf die Reise nach Paris. Mit auf den Transport gingen 96 Kisten mit den verschiedensten Kunstgegenständen aus den preußischen Schlössern.

9. Juli 1807 In Tilsit (Ostpreußen) schließen Frankreich und Russland ein Abkommen (Frieden von Tilsit), was den Frieden im Vierten Koalitionskrieg beendet und Teile Europas neu aufteilt. Preußen verliert mehr als die Hälfte seiner Gebiete und wird auf eine europäische Mittelmacht zurückgestuft. Das Ziel Napoleon Preußen vollständig aufzulösen konnte Zar Alexander I. verhindern. Preußen verlor vor allem die westelbischen Gebiete sowie die polnischen Besitzungen.

19. November 1808 Die unter Leitung von Karl Freiherr vom Stein ausgearbeitete Städteordnung tritt in Kraft. Damit erhält die Stadt Berlin weitestgehend Autonomie in Sachen Finanz-, Schul- und Sozialwesen. Da Berlin Residenzstadt war, oblag die Entscheidungsgewalt über Belange der Stadt beim König. Mittels einer Wahl wird eine Stadtverordnetenversammlung gewählt, die wiederum den Bürgermeister und den Magistrat wählt.

3. Dezember 1808 Die napolionischen Truppen verlassen Berlin. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. bleibt jedoch in seinem ostpreußischen Exil in Königsberg.

17. Dezember 1808 Nach dem Abzug der fanzösischen Truppen aus Berlin beginnt eine Zeit der kommunalen Selbstverwaltung um die Reformer Karl Freiherr vom Stein und Karl August von Hardenberg. Eine der ersten Maßnahmen ist die Überführung des königlichen Privateigentums an der Hasenheide (Neukölln) in Staatseigentum.

1. Mai 1809 Auf der Grundlage der Preußischen Städteordnung von 1808 wird Leopold von Gerlach zum ersten Oberbürgermeister der Stadt Berlin gewählt. Sein Stellvertreter ist der Stadtpräsident Johann Büsching. Durch den Preußischen König Friedrich Wilhelm III. wird die Wahl am 08.05.1809 bestätigt.

25. Mai 1809 Nach der Wahl des Oberbürgermeisters von Berlin erfolgt die Wahl eines neuen Magistrats von Berlin. Es werden 10 besoldete und 15 unbesoldete Stadträte gewählt. Die feierliche Vereidigung des Magistrats fand in der Nicoleikirche statt.

16. August 1809 Auf Antrag von Wilhelm von Humboldt verfügt der Preußische König Friedrich Wilhelm III. die Errichtung einer Universität. Als Sitz der Universität bestimmt er das Palais des Prinzen Heinrich in der Straße unter den Linden. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum der späteren Humboldt-Universität.

19. September 1809 In der Nacht zum 20.09.1809 wird die Petrikirche in Berlin einschließlich einiger Häuser des Marktes durch einen Brand zerstört. 

30. Oktober 1809 Der Preußische König Friedrich Wilhelm III. beendet die Sonderstellung der Französischen Gemeinde von Berlin. Etwa 150 Jahre nach der Einwanderung der ersten Hugenotten in Berlin konnte man schon von einer erfolgreichen Integration. Immerhin war im 17. Jahrhundert jeder 5 Einwohner Berlins französischer Abstammung.

23. Dezember 1809 Der Preußische König, seine Frau Luise und der preußische Hof kehrt aus dem Exil in Königsberg nach Berlin zurück.

1810 Das Stift St. Sebastian in Magdeburg wird aufgelöst, der Magdeburger Dom wird entweiht und als Viehstall genutzt

1810 Napoleon I. heiratet Marie Luise, Tochter von Kaiser Franz I., die Heirat diente der frankreichfreundlichen Außenpolitik des österreichischen Außenministers Klemens Wenzel von Metternich

27. März 1810 Anlässlich des Einzugs des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. aus dem Exil in Königsberg am 23. Dezember 1809 wird das Bernauer Tor in Königstor und die Bernauer Straße in Neue Königsstraße (heutige Otto-Braun-Straße) umbenannt. Das Königstor befand sich ungefähr an der Kreuzung Otto-Braun-Straße mit Verlängerung zur Greifswalder Straße, Prenzlauer Berg, Straße am Friedrichshain und Friedensstraße.

15. Mai 1810 Auf Empfehlung Wilhelm von Humboldts wird der Architekt Karl Friedrich Schinkel zum geheimen Oberbau-Assessor in Berlin berufen.

19. Juli 1810 Die Preußische Königin Luise von Mecklenburg-Strelitz stirbt während eines Aufenthaltes im Schloss Hohenzieritz bei Neustrelitz an einer Lungenentzündung. Sie wurde in einem Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg beigesetzt.

15. Oktober 1810 In der Universität zu Berlin (später Humboldt Universität) beginnt der Lehrbetrieb mit 52 Dozenten und 256 Studenten. Ab 1811 war Johann Gottlieb Fichte Rektor der Lehranstalt. Er trat jedoch von seinem Amt schon 1812 wieder zurück, da er das Entstehen der studentischen Burschenschaften nicht unterstütze und seine Maßnahmen dagegen auch nicht unterstützt wurden. Die ersten Vorlesungen hielt der Mediziner Christoph Wilhelm Hufeland.

24. November 1810 In einer Schenkungsurkunde des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. wird das Palais des Prinzen Heinrich an die Universität zu Berlin übereignet.

12. März 1811 Karl Friedrich Schinkel wird Mitglied der Berliner Bauakademie.

1812 Bauern in Engersen (Sachsen-Anhalt) kauften das Gut derer von Alvensleben

1812 Aufhebung des Damenstiftes im Kloster Arendsee (Sachsen-Anhalt), die Klosterkirche wird zur Pfarrkirche

1812 Nach einem missglückten Feldzug Napoleons gegen Russland in Koalition mit Österreich wechselt Österreich die Seiten und richtet sich gegen Frankreich

28.03.1812 In Berlin rücken wieder napoleonische Truppen ein. Diese sammeln sich dort für ihren Feldzug nach Russland. Berlin hat den Truppen ein Durchmarschrecht erteilt.

11. Dezember 1812 Die Berlinische Feuer-Versicherungsanstalt wird von Georg Friedrich Averdieck gegründet. Sie ist die älteste deutsche Versicherungsaktiengesellschaft.

22. Januar 1813 Um nicht in Gefangenschaft zu geraten, verlässt der Preußische König Friedrich Wilhelm III. mit dem Hofstaat sowie der Preußischen Regierung das von den Franzosen wieder besetzte Berlin in Richtung Breslau, wo er am 25.01.1813 ankommt.

18. Februar 1813 In Breslau wird das Lützower Freikorps gegründet. Diese Freiwilligeneinheit der Preußischen Armee, die nach ihrer Uniform auch "Schwarze Schar" genannt wurde, soll nicht an forderster Front gegen Napoleon kämpfen sondern eher so etwas wie einen Guerillakrieg führen. Das Schwarz der Uniform, das Rot der Abzeichen und das Gold der Uniformknöpfe wurde später als Ursprung der Farben der Deutschlandfahne interpretiert. Am Tag nach der Gründung des Freikorps traten Karl Friedrich Friesen und Friedrich Ludwig Jahn dem Korps bei. Ein weiterer Freiwilliger war der Dichter Theodor Körner. 

28. Februar 1813 Zwischen Preußen und Russland wird der "Vertrag von Kalisch" geschlossen. Dieser Vertrag stellt ein Bündnis zwischen Russland und Preußen gegen Frankreich dar. Damit beendete Preußen das Bündnis mit Frankreich gegen Russland. Preußen wurde in diesem Vertrag die ungefähre Wiederherstellung der Grenzen von 1806 zugesichert. 

4. März 1813 Die Franzosen verlassen über das Hallesche Tor die Stadt Berlin. Am gleichen Tag ziehen russische Truppen in die Stadt ein.

8. März 1813 In Berlin gibt es 40 Seifensiedereien, sieben Wachslichtfabriken, 79 Gerbereien, 39 Bier- und 140 Branntweinbrauereien, 17 Tabakfabriken, eine Porzellanfabrik und eine Eisenschmelze.

10. März 1813 Der Preußische König Friedrich Wilhelm III. stiftet erstmals den Orden "Eisernes Kreuz". Entworfen wurde der Orden von Karl Friedrich Schinkel. Der Orden diente erstmals der Auszeichnung aller militärischen Ränge.

27. April 1813 Die napoleonischen Truppen verlassen die Festung Spandau mit 244 Offiziere und 2.985 einfache Soldaten und zogen Richtung Westen. 500 Verwundete wurde zurückgelassen.

18. August 1813 In Berlin, Carlottenburg und Tiergarten wird das Tabakrauchen auf Straßen und Promenaden verboten. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldstrafen.

23. August 1813 In der Schlacht von Großbeeren stehen sich napoleonische Truppen und die Allianz von preußischen, russischen und schwedischen Truppen gegenüber. Napoleon hatte seine Truppen aus dem verbündeten Sachsen in Richtung Berlin entsandt um Berlin einzunehmen. Die preußisch-russischen Truppen gewannen die Schlacht und verhinderten eine erneute französische Besetzung Berlins. Napoleons Truppen zogen sich Richtung Wittenberg zurück.

26. August 1813 Der Feldweg ab dem Halleschen Tor bis zur Hasenheide (heute in Kreuzberg) erhält die Bezeichnung Pionierweg. Am 31.10.1864 wird der Weg in Blücherstraße umbenannt. Gebhard Leberecht von Blücher war preußischer Generalfeldmarschall und führte die preußischen Truppen während der Befreiungskriege 1813 bis 1815.

6. September 1813 Nachdem sich die napoleonischen Truppen nach der Niederlage in der Schlacht bei Großbeeren nach Wittenberg zurückzogen, versuchten sie von dort aus einen erneuten Vorstoß zur Eroberung Berlins. Bei Dennewitz (jetziger Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg) stießen die Truppen der preußisch-russisch-schwedischen Allianz auf die Armee der Franzosen mit deren verbündeten den Sachsen. Nachdem die französischen Truppen auch in dieser Schlacht unterlagen, gab Napoleon seinen Plan zur Rückeroberung Berlins entgültig auf.

16. bis 19. Oktober 1813 Eine Koalition von österreichischen, preußischen, schwedischen und russischen Truppen schlägt in der Völkerschlacht bei Leipzig Napoleons Truppen. Von den 600.000 Teilnehmern an der Schlacht, die wahrscheinlich die bisher größte Schlacht der Weltgeschichte war, wurden 92.000 Soldaten verwundet oder getötet. Im Ergebnis der Schlacht, in der die französische Armee unterlag, zog sich Napoleon aus Deutschland zurück und der von ihm gegründete Rheinbund brach zusammen. 

24. Oktober 1813 Der mit dem gsamten Hof nach Breslau geflohene preußische König Friedrich Wilhelm III. kehrt nach Berlin zurück.

30. Juni 1814 Die am 08.06.1814 nach Berlin zurückgeführte und in Zehlendorf zusammengesetzte Quadriga wird auf das Brandenburger Tor gehievt. Zuvor wurde das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Eiserne Kreuz als Trophäe der Siegelgöttin Victoria ergänzt.

7. August 1814 Der Preußische König Friedrich Wilhelm III. hält feierlich Einzug in Berlin. Der Festzug führt durch das Brandenburger Tor, wo währenddessen die Quadriga enthüllt wird. Die Dankesfeier fndet im Lustgarten statt.

April 1815 Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien, was in Westeuropa und in Nordamerika zu Klimaveränderungen führte, das Jahr 1815 ist auch bekannt als "das Jahr ohne Sommer", es kam zu Missernten in deren Folge Hungersnöte folgten, die Klimaveränderungen hielten teilweise bis 1817 an

08. Juni 1815 Nach der Niederlage Napoleons I. wird auf dem Wiener Kongress Europa neu geordnet, aus 34 Fürstentümern und 4 freien Städten entsteht unter der Führung Österrreichs der Deutsche Bund mit einem gemeinsamen Bundestag in Frankfurt/Main

15. September 1814 Der Platz vor dem Brandenburger Tor wird anlässlich der Eroberung von Paris durch die Kaolitionsarmeee zum "Pariser Platz" umbenannt.

26. September 1815 Preußen, Österreich und Russland schließen die "Heilige Allianz" mit dem Ziel der Wahrung der Verhältnisse in Europa und der damit verbundenen Unterdrückung demokratischer und nationaler Bewegungen

1815 Magdeburg wird Hauptstadt der Preußischen Provinz Sachsen

ab 1815 Die Altmark gehört zum nördlichen Teil der Provinz Sachsen im Königreich Preußen

1816 Die Kirche des Klosters Unserer Lieben Frauen in Magdeburg wird bis 1878 von der kath. Gemeinde benutzt

25. März 1816 Innerhalb des Königreiches Preußen bestand die Provinz Brandenburg. Zum 25.03.1816 wurde die Provinz Brandenburg in die drei Regierungsbezirke Berlin, Potsdam und Frankfurt aufgeteilt. Der Regierungsbezirk Berlin bestand aus Berlin (innerhalb der Zollmauer), Moabit, Wedding, Gesundbrunnen (damals noch Luisenbrunnen), Boxhagen, Rummelsburg, Stralau, die Hasenheide, Tempelhofer Vorstadt, Schöneberger Vorstadt und der Große Tiergarten. 

27. Oktober 1816 Das erste in Deutschland gebaute Dampfschiff die "Prinzessin Charlotte von Preußen" startet mit 160 Passagieren zu ihrer Jungfernfahrt von Spandau zur Pfaueninsel. Das Schiff wurde in Pichelsdorf bei Spandau gebaut und ist ein hölzerner Raddampfer. Das Schiff fuhr als Passagierschiff sowie im Dienst der Post zwischen Berlin, Charlottenburg, Spandau und Potsdam. 1817 wurden die Fahrten jedoch eingestellt, da der wirtschaftliche Erfolg ausblieb.

20. März 1817 In Berlin wird ein Staatsrat gebildet, welcher gegenüber dem Preußischen König eine beratende Funktion hatte. Dem Staatsrat gehörten die Prinzen ab 18 Jahren, die Feldmarschälle, die Staatsminister, der Generalpostmeister und noch einige andere an. In diesem Gremium wurde Gesetzesvorhaben beraten, die ausschließlich vom König vorzulegen waren. Der Staatsrat hatte nicht die Macht eigene Vorschläge zu unterbreiten. Genauso musste der König auch nicht dem Rat des Staatsrates folgen. Darüber hinaus hatte der König auch nicht die Pflicht alle Gesetzesvorhaben- oder änderungen dem Staatsrat vorzulegen. Die erste Sitzung des Staatsrates fand am 30.03.1817 statt.

30. Oktober 1817 Nach einer Renovierung der Nikoleikirche in Berlin wird diese in Anwesenheit des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. eingeweiht.

29. Juli 1817 Das erst 1802 von Carl Gotthard Langhans erbaute Schauspielhaus in Berlin brennt während der Proben zum Schauspiel "Die Räuber" vollständig ab.

31. Juli 1817 Die Berliner Stadtverordnetenversammlung beschließt die Errichtung einer Sparkasse. Die Sparkassen sind rechtlich unselbstständige Gemeindeeinrichtungen.  Gleichzeitig kommt auch das Sparkassenbuch als Nachweis für das Gesparte in Gebrauch. Am 21.04.1818 werden die Statuten der Städtischen Sparkasse veröffentlicht. Hier werden unter anderem geregelt, dass 15 Silbergroschen bis 50 Taler zu einem Zinssatz von 4 bis 5 % angelegt werden können.

18. September 1818 In Anwesenheit des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und dem Russischen Zaren Alexander I. wird die von Karl Friedrich Schinkel entworfene Neue Wache im damaligen Forum Fridericianum (heute ein Teil der Straße unter den Linden) eingeweiht. Das Gebäude diente als Wache für das gegenüberliegende Königliche Palais sowie als Gedenkstätte für die Gefallenen der Befreiungskriege. Anlässlich der Einweihung des Gebäude zog das "Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment" in einem großen Wachaufzug vor das Gebäude. Dieser Wachaufzug wurde mit kleineren Veränderungen bis 1990 traditionell weitergeführt.

19. September 1818 Ein Tag nach der Einweihung der Neuen Wache in Berlin wird auf dem Tempelhofer Berg der Grundstein für das deutsche Nationaldenkmal zu den Befreiungskriegen gegen Napoleon gelegt. Wie schon am Tag zuvor waren auch hier der Preußische König Friedrich Wilhelm III. und der Russische Zar Alexander I. zugegen.

7. Februar 1819 Im Amtsblatt des Regierungsbezirks Berlin wird daran erinnert, dass das Rauchen im Tiergarten, die Beschädigung von Anpflanzungen und das Freilaufen von Hunden dort strengstens verboten ist. Darüber hinaus wird am 25.03.1819 im Amtsblatt darauf hingewiesen, dass jeder für das Ausnehmen von Vogelnestern oder für das Einfangen von Vögeln insbesondere Nachtigallen festgenommen und bestraft wird.

20. April 1819 Das Magdeburger Domstift löst sich auf und der Dom wird zur Pfarrkirche.

22. Mai 1819 Gemäß einer Kabinattsorder wird die Straße An der Contrescarpe (= vor dem äußeren Festungswall) am Stelzenkrug in Alexanderstraße (Berlin-Mitte) umbenannt. Namensgeber war wie beim Alexanderplatz der Russische Zar Alexander I.

30. März 1821 Das Nationaldenkmal zu den Befreiungskriegen gegen Napoleon auf dem Tempelhofer Berg wird eingeweiht. Das Denkmal ist eine von Karl Friedrich Schinkel entworfene gusseiserne gotische Spitzsäule auf deren Spitze ein eisernes Kreuz thront. Auf dieses Kreuz oder dem kreuzförmigen Grundriss des Denkmals geht die Umbenennung des Tempelhofer Berges in Kreuzberg zurück.

26. Mai 1821 Das von Karl Friedrich Schinkel im Stil des Klassizismus entworfene Schauspielhaus am Gendarmenmarkt wird nach dem Brand im Jahr 1817 wiedereröffnet. Anlässlich der Feierlichkeiten denen auch der Preußische König Friedrich Wilhelm III. beiwohnt wird "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe aufgeführt. 

21. August 1821 Das vor dem Brandenburger Tor (in ungefährer Nähe des jetzigen Reichstagsgebäudes) von G.F Richter gebaute Zirkusgebäude wird eröffnet. Der aus Holz errichtete Rundbau diente wandernden Schaustellern als Bühne. Während der Märzunruhen am 18. März 1848 brannte der Zirkusbau ab und wurde nicht wieder errichtet.

1. November 1821 In der Klosterstraße 36 (Berlin-Mitte), im Palais Creutz, wird von Peter Christian Wilhelm Beuth die Technische Gewerbeschule gegründet. Die Gewerbeschule bildete Fachkräfte für die öffentliche Verwaltung aus. 1879 wurde die Bauakademie mit der Technischen Gewerbeschule zusammengelegt. Es entstand die Königlich Technische Hochschule mit Sitz in Charlottenburg. 1916 erfolgte der Zusammenschluss mit der Bergakademie und 1927 mit der Geodätischen Abteilung der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand aus dem Zusammenschluss der Hochschulen die Technische Universität von Berlin.

1. Januar 1822 Mit Kabinattsorder vom 21.12.1821 wird der am 01.03.1816 gebildete Regierungsbezirk Berlin aus Kostengründen wieder aufgelöst und in den Regierungsbezirk Potsdam der Provinz Brandenburg eingegliedert. Dabei wird Berlin zunächst dem preußischen Innenministeriem unterstellt.

11. Juni 1822 Das nach den Plänen vom Architekten Friedrich Wilhelm Langerhans oder Carl Ferdinand Langhans (hierzu gibt es verschiedene Aussagen) errichtete Ausflugslokal "Neues Gasthaus an der Spree" in Berlin-Treptow wird eröffnet. Bereits im Jahr 1727 ist hier ein Schrankrecht für das Lokal "Spreebudike" bezeugt. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gasthaus incl. Biergarten im Stil des Neoklassizismus wieder aufgebaut. Dem Namen her bekannt wurde es durch seinem um 1880 bezeugten Pächter Rudof "Zenner".

29. September 1822 Die erste Brücke am Holzmarkt in Berlin-Mitte über die Spree wird eröffnet. Durch die Gründung einer Aktiengesellschaft vom Baumwollfabrikanten Christian August Jannowitz wurden die finanziellen Mittel zum Bau der Holzbrücke bereitgestellt. Um für die AG Einnahmen zu regenerieren wurde ein Brückenzoll von 6 Pfennige "ein Sechser" erhoben. 1831 kaufte der Preußische Staat die Brücke ab. Der Zoll lieb bis 1840 bestehen. Die Brücke wurde ab 1824 nach ihrem Erbauer "Jannowitzbrücke" benannt.

28. November 1823 Die von Karl Friedrich Schinkel erbaute Schlossbrücke in Berlin-Mitte wird eingeweiht. Zur Einweihung der Brücke hält die Kronprinzessin Elisabeth von Bayern, die am Folgetag den Preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. einraten sollte, Einzug in Berlin. Allerdings war die Brücke zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung noch nicht fertiggestellt. Es fehlte noch die Pflasterung und das Geländer.

29. November 1823 Nachdem der Preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm bereits am 16.11.1823 Elisabeth von Bayern in München nach katholischem Ritus geheiratet hat, wurde in der Berliner Schlosskapelle die Eheschließung nach protestantischen Glauben vollzogen.

1. Januar 1824 Die Einführung von Briefkästen in Berlin und in ganz Preußen wird angeordnet. Die Franzosen brachten die Briefkästen in die besetzten preußischen Gebiete. Nach Abzug der Franzosen blieb diese praktische Einrichtung auch ohne Zustimmung der preußischen Behörden bestehen. Die Postkästen waren weiß gestrichene Holzkästen mit einer Gebrauchsanweisung auf der Vorderseite. Entsprechend dem Postaufkommen wurde diese aufgestellt. So sind anfangs je einer in Berlin und Königsberg und sechs in Magdeburg belegt.

4. August 1824 An der jetzigen Stelle des Alexanderhauses am Alexanderplatz wird das Königsstädtische Theater eröffnet. Der Preußische König Friedrich Wilhelm III. erteilte dem Berliner Geschäftsmann Karl Friedrich Cerf am 13.05.1822 die Genehmigung zur Eröffnung des Theaters und nahm auch persönlich an der Eröffnungsvorstellung teil. Das Königsstädtische Theater war das erste Volkstheater in Berlin.

31. Oktober 1824 Das im 16. Jahrhundert als Renaissance-Herrenhaus erbaute Schloss Tegel wird nach grundlegenden Umbauten wiedereröffnet. Das Herrenhaus erfuhr im Laufe der Zeit mehrfache Umbauten und Nutzungsänderungen, bis das Gebäude Mitte des 18. Jahrhunderts in den Besitz der Familie Humboldt überging. Wilhelm von Humboldt erbte dieses Haus und ließ es 1820 bis 1824 von Karl Friedrich Schinkel im Stil des Klassizismus umbauen.

9. November 1824 Der preußische König Friedrich Wilhelm III. heiratet die nicht standesgemäße Auguste, Tochter des Grafen Ferdinad von Harrach. Mit der Heirat erhielt sie den Titel Fürstin von Liegnitz und Gräfin von Hohenzollern, was jedoch nichts an ihrem Stand bei Hofe änderte. Auguste wohnte im Prinzessinnenpalais, im Schloss Schönhausen sowie im Neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg.

1825 Der Magdeburger Dom wird saniert

20. Mai 1825 Simon Kremser stellt die ersten zehn Wagen (Kremser) zur öffentlichen Nutzung am Brandenburger Tor auf. Zuvor erhielt der Berliner Hofagent durch Kabinettsorder die Erlaubnis zur Aufstellung von Wagen auf eisernen Achsen und auf Federn ruhend.

18. Juni 1826 Das von Karl Friedrich Schinkel entworfene und von Christian Daniel Rauch in Bronze ausgeführte Standbild von Gebhard Leberecht von Blücher wurde am Jahrestag der Schlacht von Waterloo im vorderen Bereich des östlichen Opernplatzes eingeweiht. Heute befindet sich die Statue auf der Grünfläche des Bebelplatzes.

19. September 1826 Nachdem am 21.04.1825 ein Vertrag über 21 Jahre mit der englische Gasgesellschaft Imperial Continental Gas Association über den Betrieb einer Gasbeleuchtung auf Berliner Straßen und Plätzen geschlossen wurde, nahm außerhalb der Berliner Stadtmauer in der Nähe des Halleschen Tores die erste Gasanstalt den Betrieb auf. Später wurde hier das Gaswerk Gitschner Straße (Kreuzberg) errichtet. Am gleichen Tag gingen die Gaslaternen in der Straße Unter Den Linden in Betrieb.

29. Juni 1827 Nachdem die jüdische Gemeinde im Oktober 1824 das Grundstück vor dem Schönhauser Tor vom Meierereibesitzer Wilhelm Gotthold Büttner erworgen hatte, wurde an der Pankower Chaussee, die später zur Schönhauser Allee wurde, ein jüdischer Friedhof eingeweiht. Am Tag der Einweihung fand die erste Beisetzung von Sara Meyer, geb. Benda statt.

29. Oktober 1827 Die Gebrüder Gropius eröffnen in der Georgenstraße 12/Universitätsstraße ein Diorama. In dem Gebäude wurden große auf transparenten Papier gemalte Gemälde ausgestellt, die von hinten belichtet interessante Stimmungswechsel erzeugten und den Betrachter das Gefühl gab sich mitten in der Szenerie zu befinden. Das Gebäude wurde unter Mithilfe von Karl Friedrich Schinkel gebaut. Es wurde jedoch bereits 1876 abgerissen um Platz für die Trasse der Stadtbahn zu schaffen.

1. Dezember 1827 Mit der Einrichtung von 36 Postbezirken und 60 Postsammelstellen wird in Berlin die erste Stadt-Post gegründet. Jeder Postbezirk hat einen Briefträger, der verpflichtet ist, die Post fünfmal täglich auszutragen. 

3. Dezember 1828 Die Friedrich-Wilhelm-Stadt wird durch eine Kabinettsorder von der Spandauer Vorstadt abgetrennt und zu einem eigenständigen Stadtviertel. Nach heutigem Straßenverlauf befindet sich das Viertel westlich der Friedrichstraße. Im Norden wird es begrenzt von der Hannoverschen Straße, westlich von der Virchowstraße, die Schumannstraße entlang bis zur Spree und dann den Schiffbauerdamm bis zur Friedrichstraße die Spree entlang. Innerhalb dieses Gebietes befanden sich Holz- und Wirtschaftsflächen, Gärten und Brachflächen. Der Grundstücksspekulant Johann Friedrich Ferdinand Schumann parzellierte das Gelände und ließ Straßen (Albrechtstraße, Luisenstraße, Marienstraße) anlegen. Bebaut wurden die Flächen zumeist mit Häusern für die bessere Gesellschaft.

29. April 1829 Bereits 1810 wurde eine Steuer für Diener, Pferde und Hunde als Luxussteuer eingeführt. Es war eine Staatssteuer. In einer Kabinettsorder wird dann 1829 die Einführung der Hundesteuer in allen Stadtgemeinden in Preußen geregelt. Die Hoheit über diese Steuer besaßen dann die Kommunen. So wurde für das Stadtgebiet Berlin 1830 die Hundesteuer eingeführt. Die Einnahmen aus der Steuer wurden zur Pflasterung von Gehwegen verwendet. 

26. Juli 1831 Stadtbrand in Arendsee (Sachsen-Anhalt, Altmark)

1836 Ein Sturm richtet große Schäden am Havelberger Dom an.

1837 In Vorbereitung der Restaurierung des Havelberger Domes nach dem Sturm werden das Gefängnis und die Wohnräume im Westflügel der Klausur verlegt und die Ställe dort beseitigt.

1838 Die Schule im Kloster Unserer Lieben Frauen in Magdeburg wird staatlich und das Kloster säkularisiert.

1848 bis 1842 Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Havelberger Dom

1850 bis 1851 Restaurierung der Klosterkirche Arendsee (Sachsen-Anhalt, Altmark)

1852 Die Chaussee von Seehausen nach Salzwedel über Arendsee wird gebaut

1853 bis 1856 Instandsetzung der Klosterkirche Jerichow unter Leitung des ersten preußischen Konservators Ferdinand von Quast

1854 bis 1901 Der Westflügel und das Obergeschoss des Südflügels der Klausur am Havelberger Dom werden zur Waffenkammer der Preußischen Garnison

1855 Ferdinand von Quast, preußischer Konservator, ließ alle 50 Grabplatten an den Wänden des Havelberger Domes aufstellen, erster katholischer Gottesdienst nach der Reformation für katholische Soldaten der Garnison

1859 Theodor Fontane besucht Arendsee und das Kloster

1859 Beendigung der Nutzung der Lorenzkirche in Salzwedel (Sachsen-Anhalt, Altmark) als Salzlager aufgrund des Kaufes der Kirche durch den bischöflichen Stuhl in Paderborn für die katholische Gemeinde in Salzwedel und danach umfassende Sanierung

1860 bis 1876 Sanierung der Stiftskirche in Beuster (Sachsen-Anhalt, Altmark)

01. Februar 1864 Preußische und österreichische Truppen überschreiten die Genze des zum Dänischen Königreich gehörenden Schleswig, der Deutsch-Dänische Krieg beginnt und endet am 30.10. des gleiches Jahres mit der Eroberung Schleswigs und der Halbinsel Jütland, im "Wiener Frieden" trat der dänische König die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen und Österreich ab, die diese Herzogtümer bis 1866 gemeinsam beherrschten

09. Juni 1866 Die preußische Armee marschiert in das von Österreich verwaltete Holstein ein, dieser Einmarsch ist letztendlich Ausdruck der Rivalität Österreichs und Deutschlands im Deutschen Bund in Bezug auf die Vormachtstellung, der Deutsche Krieg beginnt und endete am 23. August des gleichen Jahres mit dem Prager Frieden, im Ergebnis des Krieges wurde der Deutsche Bund aufgelöst

01. Juli 1867 Im Ergebnis des Deutschen Krieges und der Auflösung des Deutschen Bundes gründet sich der Norddeutsche Bund unter der Führung von Preußen, er umfasst alle deutschen Staaten nördlich der Mainlinie, durch die Verfassung vom 01.07.1867 erhält der Norddeutsche Bund Staatsqualität

1870 Anbau eines Gemeinde- und Schulraumes im Bereich des ehemaligen Nordseitenschiffes an der Lorenzkirche in Salzwedel

01. Januar 1871 Mit Inkrafttreten der neuen Verfassung wird aus dem Norddeutschen Bund das Deutsche Reich, mit den Novemberverträgen von 1870 sind zuvor auch die süddeutschen Staaten dem Norddeutschen Bund beigetreten

1876 Der preußische Staat überträgt die Verwaltung der aus dem Dombezirk entstandenen Domäne an die Stadt Havelberg

1877 Restaurierung der Kirche in Groß Engersen (Sachsen-Anhalt, Altmark)

1880 Entfernung der Wand zwischen Sommer- und Winterrefektorium am Havelberger Dom, Entstehung des Paradiessaales (Winterkirche)

1884 Bau des Querhauses an der Dorfkirche in Rohrberg (Sachsen-Anhalt, Altmark)

1884 bis 1895 Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Havelberger Dom

17. Dezember 1891 Die Kirche des KLosters Unserer Lieben Frauen in Magdeburg wird wiedereröffnet

26. Juni 1893 Ein Blitz schlägt in den Turm des Havelberger Domes ein und löst einen Brand aus