5. Jahrhundert Die Langobarden verlassen die Altmark und andere Teile Nord- und Mitteleuropas und wandern über den Balkan in Richtung Süden (Italien).

406/407 Vandalen, Sueben und andere kleinere germanische Völker setzen bei Mainz über den Rhein und ziehen von dort aus plündernd durch das Weströmische Reich

410 Die Westgoten unter Alarich nehmen Rom ein und plündern die Stadt, die Einnahme Roms ist jedoch nicht von großer Bedeutung, da die Regierung des Römischen Reiches zu dieser Zeit in Ravenna residiert

435 Der germanische Stamm der Burgunden diente dem römischen Kaiser als Söldner und bewachten die Rheingrenze. Der Anführer der Burgunden Gunthahar will seinen Machtbereich vergrößern und überfällt die römische Provinz Belgica. Von den Römer wird er zurückgeschlagen. Ein Jahr später werden Gunthahar und seine Truppen bei Worms von hunnischen Truppen im Auftrag Roms vernichtend geschlagen. Die Überlebenden werden zwischen dem Genfer See und der Rhone angesiedelt. Diese Ereignisse bildeten die Grundlage der Nibelungensage.

23. August 476 Der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustulus unterliegt in einer Auseinandersetzung mit dem germanischen Heerführer Odoaker und wird abgesetzt. Das Jahr 476 gilt damit als das Ende des weströmischen Reiches.

um 450 Sachsen aus Norddeutschland und Angeln aus Jütland wandern nach Britannien aus. Ihre germanische Spache bildet die Grundlage für die englische Sprache.

453 Attila, König der Hunnen stirbt. Nachdem schon zwei Jahre zuvor die hunnische Expansion in Richtung Westen durch die Römer gestoppt werden konnte, zerfällt nun das hunnische Großreich endgültig

455 Das germanische Volk der Vandalen, die im Jahr 429 die Römer aus Teilen von Nordafrika verdrängt hatten und ihr eigenes Königreich dort gründeten, setzten von dort aus nach Italien über und plünderten Rom, die Einwohner der Stadt werden verschont

476 der letzte weströmische Kindkaiser Romulus Augustulus wird von Odoaker, Mitglied der kaiserlichen Garde und germanischer Abstammung, abgesetzt, Odoaker ernennt sich zum König von Italien und unterstellt das Weströmische Reich dem Oströmischen Reich, damit beendet er die Existenz des Weströmischen Reiches

um 482 Clodwig (466-511) aus dem Geschlecht der Merowinger wird zum König eines fränkischen Stammes erhoben. Während seiner Regentschaft unterwirft er durch List und Gewalt alle anderen fränkischen Stammesverbände und besiegt u.a. die letzten römischen Machthaber im nördlichen Gallien sowie die Westgoten in Südgallien.

493 - 526 Theoderich I. (Ostgotenkönig) ermordet Odoaker und erhebt sich als Alleinherrscher über Italien, seine Residenzstadt ist Ravenna

Weihnachten 498 König Chlodwig I. wird in Reims durch Bischof Remigius christlich getauft.